Selbst-fürsorge

Geht es dir auch oft so? Fühlst du dich manchmal einfach nur ausgelaugt, müde und erschöpft?

Bist du oft gereizt, genervt und gestresst? Fragst du dich manchmal wo DU eigentlich dabei bleibst?

All diese Herausforderungen im Alltag… Frau sein, Mama sein, Freundin, der Job, der Haushalt…

Gerade während der letzten Monate mit Corona Lockdown, Homeschooling und Homeoffice sind viele Mamas an ihre Grenzen geraten, oder darüber hinaus gegangen.

HALT; STOP! Warum ist das so?

Alles zurück auf Anfang: Vor einigen Jahren warst du noch unabhängig, fröhlich und voller Energie. Du hattest Ziele, gute Laune und hast dir genau vorgestellt wie dein Leben als Mama aussehen würde:

Eine glückliche Beziehung, bereichert durch ein Kind, oder sogar zwei. Deinen Job erledigst du halbtags nebenbei, und nachmittags hast du eine tolle Zeit mit deinen Kindern. Die Abende und Wochenenden verbringt ihr als Familie. Und natürlich würdet ihr als Paar euch die Verpflichtungen gut aufteilen und somit auch noch genug Zeit für eure Zweisamkeit haben…. So, oder so ähnlich?

Dein Zauberwort heißt „Selbstfürsorge“

In unserem heutigen Alltag erfüllen wir viele verschiedenen Rollen mit den unterschiedlichsten Anforderungen. Gerade viele Mamas haben die scheinbar unlösbare Aufgabe, für Alles gleichzeitig zu sorgen. Die Kinder, Ehefrau, Haus, Garten, Essen, Einkaufen, Freundin sein, Tochter der eigenen Eltern, oft noch einen Job im Hintergrund. Alleine Kinder zu organisieren, mit Hausaufgaben, Spielverabredungen, Kindergeburtstagen, Klamotten kaufen und Hobbys… Das braucht schon eigentlich eine mittlere Management Ausbildung. Alles kein Problem? Gut, dann kannst du jetzt aufhören zu lesen 😉

Falls du dich aber wiedererkennst und dir vielleicht schon lange wünschst aus deinem Hamsterrad raus zu kommen, dann solltest du auf jeden Fall noch weiterlesen. Kinder lernen durch Beobachten und Vorbilder. Daher haben wir das klassische Rollenmodell unserer Eltern oft immernoch als „normal“ abgespeichert haben, fällt es uns so schwer neue, eigene Wege zu gehen. Egal, ob es um Ordnung im Haushalt mit Kindern geht, um die Erziehung der lieben Kleinen oder darum, was Mütter sich „gönnen“ dürfen bzw. was sie für Andere zu leisten haben.

Aus diesen „gelernten“ Werten speisen wir auch permanent unser schlechtes Gewissen, wenn wir nicht mehr so funktionieren wie wir es von uns, oder womöglich Andere es von uns erwarten.

„Schwäche ist nicht das Gegenteil von Stärke, sie gehört dazu“

Zu allem Überfluss macht uns der Dauerstress in Kombination mit Schlafmangel und unerfüllten Bedürfnissen auch noch krank. Streßhormone überfluten deinen Körper. Abwehrschwäche, Bluthochdruck und alle damit verbundenen Folgen schwächen dich noch zusätzlich.

Was kannst DU konkret tun?

Die schlechte Nachricht zuerst. Nur DU bist für deine Selbstfürsorge und deine Bedürfnisse verantwortlich. Das kann und wird dir niemand abnehmen. Schließlich heisst es SELBSTfürsorge.

Jetzt die gute Nachricht: Es ist einfacher als du jetzt noch glaubst.

Schritt 1:

Reflektion: Kennst du deine Bedürfnisse genau?

Überleg dir, in welchen Momenten du dich besonders gestresst und überlastet fühlst. Sind es wiederkehrende Situationen und Auslöser? Was genau schwächt dich?

Jetzt überlegst du dir was dich stärkt: Ausschlafen? Alleine Zeit verbringen? Mit deinen Mädels in Ruhe mal wieder quatschen? Sport und Wellness? Ein Buch lesen? Einen Kaffee von Anfang bis Ende ohne Unterbrechung genießen? Lieblingsserie schauen ohne einzuschlafen? Zeit mit deinem Liebsten?

Was genau füllt deine Ressourcen wieder auf?

Schritt 2:

Organisation und Umsetzung:

Du bist Mama. Fürsorge und Organisation für Andere sind dir also nicht fremd. Vermutlich bist du darin eine Meisterin deines Fachs. Jetzt darfst du deine Talente auch mal für dich nutzen.

Wenn du bei Schritt 1 herausgefunden hast, was du für dich Gutes tun kannst, dann musst DU es dir nur noch nehmen. Klingt einfach? Und genauso unmöglich? Das ist ganz normal.

Schritt 3:

Lerne „NEIN“ zu sagen. Nicht vielleicht, nicht eventuell, einfach mal „NEIN“. Du musst nicht die ganze Welt retten, du musst auch nicht ständig die Verantwortung für die Erwachsenen in deinem Umfeld übernehmen. Deine Ressourcen sind begrenzt. Nutze sie weise, sei authentisch und lerne ohne schlechtes Gewissen „Nein“ zu sagen. Am Anfang ist es ungewohnt, mit jedem Mal wird es sich leichter und immer besser anfühlen. Und irgendwann fragst du dich: Warum habe ich das nicht schon viel früher gemacht?

Jede Veränderung braucht Übung.

Nichts geht von heute auf morgen. Kleine Schritte können in der Umsetzung für dich echte Erleichterung bringen.

Zum Beispiel könntest du 30 Minuten eher aufstehen um noch einen Kaffee alleine im Bett zu trinken, bevor du die Kinder weckst. Oder du fährst 30 Minuten eher Richtung Kindergarten und hälst für eine kurze „ME TIME“ bei einem Cafe für eine Pause an.

Überhaupt sind bewusst geplante Pausen so wichtig. Die Auszeiten, und wenn sie auch noch so klein sind, sind entscheidend für den Erfolg deines „Selbstfürsorge“ Projektes.

Hol dir Hilfe!

Je mehr Menschen du von deinem „Selbstfürsorge Projekt“ erzählst, umso besser! Sprich darüber, erzähl ihnen von deinen Plänen und hol sie dir an Bord. „Wie kannst du mich unterstützen?“

Kinder aufteilen, abwechselnd einkaufen oder auch freie Abende organisieren kann auch Spaß machen! Du wirst dich wundern wie viele Menschen bereit sind dich zu unterstützen.

Schritt 3:

Sei stolz auf dich, und inspiriere Andere. Sprich über deine Erfolge und hilf den Menschen und Müttern in deinem Umfeld auch besser für sich zu sorgen. Das schüttet viele Glückshormone zusätzlich aus, und stärkt dich gleich doppelt.

Wenn du mehr über das Thema Selbstfürsorge und Gelassenheit wissen möchtest, schreib mir einfach. Oder du gönnst dir endlich deine Auszeit und fährst mit uns ans Meer: www.youretreat.de

„You can not stop the waves, but you can learn to surf“

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